Stillen und Schmerz – Muss das wirklich sein?

Schmerzen beim Stillen – Muss das wirklich sein?

Stillen soll wunderschön, innig und natürlich sein – aber was, wenn es einfach nur weh tut? Viele Mütter hören vor der Geburt, dass Schmerzen „normal“ seien. Doch das ist ein Mythos! Schmerzen beim Stillen sind ein Zeichen dafür, dass etwas ganz gewaltig schief läuft. Lass uns gemeinsam anschauen, was Schmerzen verursachen kann, und was du tun kannst, um von Anfang an schmerzfrei zu stillen.

Warum tut Stillen manchmal weh?

Schmerzen beim Stillen können viele Ursachen haben, aber die häufigsten ist falsches Anlegen. 

Das kann dazu führen, dass dein Baby nur die Brustwarzenspitze statt genügend Brustgewebe erwischt und das tut wirklich höllisch weh! Begünstigt wird eine nicht perfekte Anlegetechnik, wenn eine Stillposition gewählt wird, die für die Situation oder das Stillpaar nicht optimal ist.

Stillen darf (in der Anfangszeit) ein leichtes Ziehen während der ersten paar Züge verursachen – aber anhaltende Schmerzen oder rissige Brustwarzen sind ein Zeichen dafür, dass du Unterstützung brauchst (und zwar nicht erst nächste Woche, sondern sofort)!

Die richtige Technik: So kannst du Schmerzen beim Stillen vermeiden

Anlegen, aber richtig!

  • Bringe dein Baby Bauch an Bauch mit dir in eine bequeme Position.

  • Bring dein Baby zur Brust, nicht die Brust zum Baby!

  • Damit dein Baby genügend Brust im Mund hat, muss es beim Anlegen den Mund weit öffnen. Bringe dafür dein Baby so an die Brust, dass die Brust von oben, also aus Richtung Nase zum Mund kommt. Dann öffnet sich der Mund ganz automatisch!

Teste verschiedene Stillpositionen:

  • Das so genannte zurückgelehnte Stillen kann besonders am Anfang die erste Wahl sein. Hierbei helfen euch die angeborenen Reflexe des Babys.
  • Die Footballhaltung kann besonders bei Neugeborenen mit wenig Kraft helfen, nach einem Kaiserschnitt eine gute Wahl sein, oder auch bei Frauen mit großer Brust.

  • Die modifizierte Wiegehaltung kann ebenfalls eine gute Wahl sein. Sie gibt dir mehr Kontrollmöglichkeiten als die klassische Wiegehaltung und ist daher einfacher, wenn du stillunerfahren und/oder dein Baby noch sehr jung ist.

  • Die Seitenlage kann beim nächtlichen Stillen entlasten. Sich nachts nicht extra hinsetzen zu müssen kann ein echter Gamechanger sein! 

Und sonst:

  • Nach dem Stillen kannst Du die verbleibende Muttermilch, auf der und um die Mamille (Brustwarze) verteilen. Sie ist eine gute Pflege. 

  • Verzichte auf aggressive Reinigung oder Pflege. Weder Desinfektionsmittel, noch beduftete Kosmetika haben etwas in der Nähe deiner Mamille zu suchen. 

  • Achte auf allgemeine Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen (insbesondere auch nach dem Wickeln) ist wichtig!

Was tun, wenn es trotzdem wehtut?

Mit der richtigen Technik lassen sich Schmerzen beim Stillen meistens vermeiden. Manche Fälle sind aber durch Prävention nicht oder kaum vermeidbar. 

Wenn es doch wehtun sollte, hol dir bitte ganz schnell Unterstützung. Eine Stillberaterin ist speziell dafür ausgebildet, mit dir gemeinsam auf Ursachenforschung zu gehen und das Problem zu beheben.

Oft reicht eine Anpassung der Technik, um eine deutliche Verbesserung zu erreichen. Also nur Mut und warte nicht erst, bis Schmerzen unerträglich und Brustwarzen blutig sind, sondern hol dir umgehend Hilfe! 

Fazit: Stillen darf schön sein - und schmerzfrei!

Naja, eigentlich ist das sogar eine gnadenlose Untertreibung, denn Stillen darf nicht nur schmerzfrei sein, sondern muss es sogar!

Wenn du beim Stillen Schmerzen hast, nimm es nicht einfach hin. Stillen bedeutet nicht, dass du als Mama leiden sollst oder musst. Meist sind es kleine Stellschrauben, die für eine große Erleichterung sorgen. Eine gute Vorbereitung, die richtige Technik und frühzeitige Hilfe machen den Unterschied.

Du hast es verdient, eine schöne, schmerzfreie Stillzeit zu haben!

Möchtest du dich optimal vorbereiten? In meinem Stillvorbereitungskurs lernst du alles, was du für einen entspannten Start brauchst.

Hast du Erfahrung mit Schmerzen beim Stillen gemacht? Wenn du deine Geschichte erzählen möchtest, schreib mir gern eine Nachricht!

Alles Liebe, Anna
Über mich, Stillen Tragen Beikost in Mainz und Umgebung und Online, Tragen Stillen Beikost Mainz

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